Malt, Grain und Blended

Man unterscheidet beim Scotch zwischen Malt, Grain und Blended Scotch.

Beim Malt Whisky ist die Basis ein Destillat aus Gerstenmalz. Der Geschmack entspricht am ehesten mehr oder weniger intensiven Malz und Raucharomen. Der Malt darf ausser Wasser und Hefe keinerlei Zusätze enthalten. Er wird in Eichenfässern gelagert. Im Gegensatz zum allgemein vorherschenden Volksglauben muss der Malt nicht unbedingt zwölf Jahre eingelagert werden. Auch Zeiträume zwischen acht und dreißig Jahren sind durchaus üblich. Vor der Abfüllung wird der Malt Whisky in der Regel mit Hilfe von Wasser auf Trinkstärke herabgesetzt. Generell wird der Malt als Single- oder Vatted- Malt abgefüllt. Beim Single stammt der Malt aus einer Destillerie, während beim Vatted aus verschiedenen Brennereien zusammengestellt wird.

Der Grain Whisky ist eher ein industrieller, billigerer Whisky. Hier ist der Rohstoff ungemälztes Getreide, überwiegend Mais eventuell mit kleineren Zusätzen aus Gerstenmalz. Nach der Destillation entspricht das Ergebnis ein ähnlichem Endprodukt wie unser bekannter „Korn“. Also ein klarer, fast geschmackloser Brand. Üblicherweise wird der Grain Whisky als Beiwerk für die Herstellung des Blended Scotch verwendet.

Ein Blended Scotch ist eine Mischung aus Malt und Grain. Normalerweise enthalten die sogenannten Blends 15 bis 50 verschiedene Whiskys. Die Anzahl der Malts überwiegt, allerdings im Mengenverhältnis hat der Grain die Oberhand. Die Kunst besteht darin, durch die richtige Kombination ein immer der entsprechenden Markenvorgabe gleichen Geschmack herzustellen. Da der Grain nahezu farblos ist, wird durch Zugabe von Zuckercouleur eine einheitliche Farbe erreicht. Der Blended Whisky deckt ca. 95 % des weltweiten Whiskykonsums ab.